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Wir werden immer wieder gefragt, weshalb heute nicht mehr zuerst das Brustschwimmen erlernt wird. Viele Mamis und Papis haben selbst das Schwimmen über das Brustschwimmen erlernt. Betrachten wir die Bewegungsausführung dieses Schwimmstils und vergleichen ihn mit der Bewegungsausführung im Rücken- oder Kraulschwimmen, sind die Gründe gut ersichtlich.

1. Ungesunder Schwimmstil: Das Brustschwimmen ist sowohl für den Nackenbereich, wie auch für die Kniegelenke eine grosse Belastung. Die Kniegelenke sind für gerade Bewegungen gemacht, das Brustschwimmen erfordert aber eine Kreisbewegung im Kniegelenk. Dies führt oft zu Problemen und Schmerzen in den Knien. Ebenfalls ist der Nacken einer grösseren Belastung ausgesetzt, da meist der Kopf sich auf und ab bewegt oder gar der Kopf beim Schwimmen über Wasser gehalten wird. Verspannungen und Nackenschmerzen sind das Resultat daraus.

2. Das Kraul- und Rückenschwimmen sind Wechselschlagbewegungen. Insbesondere der Beinschlag ist in der Bewegungsausführung leichter einzuüben. Auch die Koordination von Armzug, Beinschlag und Atmung fällt den Neuschwimmer leichter. Das Brustschwimmen allerdings ist eine Gleichschlagbewegungen. Bedeutet, dass der Beinschlag immer mit beiden Beinen gleichzeitig und symmetrisch geschwommen wird. Dies wird auch dadurch noch erschwert, weil die Kinder ihr eigenen Beine und Füsse während der Ausführung nicht sehen können, was das Ganze etwas abstrakt macht. Kommt noch die Atmung und der Armzug dazu, wird die koordinative Beanspruchung für das junge Alter schlicht zu hoch.

3. Das Brustschwimmen ist im Vergleich zum Kraulschwimmen ein sehr langsamer Schwimmstil. Auch aus diesem Grund macht es das Kraulschwimmen deutlich interessanter für Kinder und Jugendliche zu erlernen, da hier der Wettkampfgeist und die Geschwindigkeit motivierend wirken.

Fazit:

  • Beim Schwimmen lernen geht es vom Einfachen zum Schwierigen.
  • Kinder sind frühestens mit sechs Jahren so weit, koordinativ komplexe Bewegungsausführungen auszuführen.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fehler in der Bewegungsausführung einschleichen ist deutlich höher als der Nutzen, diese Bewegung so früh zu erlernen.
  • Die Gefahr von Verletzungen und Schmerzen sind beim Brustschwimmen deutlich höher.

Jahre an Erfahrung zeigen, dass der Erfolg mit oben beschriebenen Ausbildungsweg “Kraul vor Brust” erfolgsversprechend und zielorientiert ist. Aqualetics arbeitet nach dem Kids Ausbildungssystem von Swiss Swimming, dem Schweizerischen Schwimmverband, welches nach diesen Grundsätzen aufgebaut ist. Dem sicheren und effektiven Schwimmern Lernen steht nichts im Wege!